Sonntag, 25. Februar 2007

SBAC - oder: die wissen schon, dass ich nur ein Praktikant bin, oder?

Jaaa, also, jetz hab ich ja schon die erste Arbeitswoche hinter mir...

Und: so leicht, wie hier war mein Einstieg noch niergendwo. (Ich denke mit Grauen an meine erste FSJ-Woche zurück). Hier waren alle gleich offen und freundlich und sind auf mich zugekommen, haben sich vorgestellt und mich willkommen geheißen. War gleich die Büro-Sensation, dass die neue Praktikantin da ist ;-)
Ja, dann hab ich meinen eigenen Schreibtisch mit Computer und Telefon bekommen, an einem Vierer-Eck zusammen mit meinen Kollegen aus der Marketing Abteilung. Mein Chef sitzt erst bei der Nachbargruppe ;-) (achja: Großraumbüro). Nur die oberste Chefin hat ihr eigenes Büro: Sally.
Unser Eck is so die Mulit-Kulti-Corner: da wären: Jorge aus Spanien, Agata aus Polen und ich. Die beiden haben zusammen jweils zu 50% gemacht (neben anderem), was ich dann ab nächster Woche alleine machen darf. Das „market information center“. Puh, na, da bin ich ja schon gespannt. Außerdem gibt’s dann einen Schreibttischwechsel im Büro (ich bleib wo ich bin) und dann hab ich nur noch original Londoner um mich: Lucy, Gen und Jil. Tja, gut für mein Englisch!

Ja, was erleb ich denn so? Ich geh um acht morgens ausm Haus und fahr mit dem Zug zur Waterloo Station, von dort mit dem 77er Bus weiter in die Arbeit: Albert Embankment, direkt an der Themse. Im übrigen, mein Ausblick: (ihr dürft ja ruhig ein bißchen eifersüchtig sein *g*)

Ja, dann check ich erst mal die tausend emails die ich morgens krieg. Alle wichtig für meine Internetrecherche für unser Marketingportal...
Also, mit dem Inhalt meiner Arbeit langweil ich euch mal nicht, denn nicht jeder studiert Wirtschaft und/oder interessiert sich dafür....
Dann is es irgendwann Mittag und ich kann eine Stunde Pause machen. In der Theorie. Denn meine Streber-Kollegen schlingen einfach nur ein Sandwich runter, das der Sandwich-Man jeden Tag um die Mittagszeit in nem großen Korb mit viel Auswahl ins Büro bringt. Am Schreibtisch versteht sich. Also ich hab das einmal gemacht, und werd in Zukunft wieder rausgehen, sonst zieht sich der Arbeitstag nämlich EWIG! Und ehrlich: die Sandwich hängen mir jetz schon zum Hals raus (hab mir am Freitag gleich mal Volkornbrot beim Aldi umd die Ecke gekauft...). Manche meiner Kollegen, die Nicht-Streber gehen ins Nachbargebäude, da gibt’s ein italiensiches Lokal, dass auch eine große Vielfalt an Paninis, Chiabatas und natürlich Sandwiches anbietet. Für Londoner Verhältnisse sogar ganz günstig. Und das Mozzarella-Parmaschinken-Chiabata schmeckt wie in Italien: grandios!
Ja. Wenn ich dann den Nachmittag rumgebracht hab, is es dann auch irgendwann halb sechs und ich hab Feierabend. Allerdings auch wieder nur in der Theorie. Denn meine Streber-Kollegen denken da noch lange nicht ans heim gehen. Na, mirs solls recht sein, ich geh trotzdem ;-)
Und dann geht’s zurück nach Ladywell mit Bus und Bahn und dann bin ich meistens auch erst so um halb acht wieder da, gequetscht von dem Gedränge der Business-people im Zug ;-)
Apropos Business: also Klamotten-mäßig sind die im büro ja ganz schlimm: immer top gestylt, jeden tag was anderes ausgefallenes... da muss ich mich echt anstrengen, mit zu halten... Und sowas wie nen Casual-Friday gibt’s auch net :-(

Moment: hinterlass ich grad den Eindruck als würde es mir net gefallen? Nein, nein, das stimmt nicht, mir machts echt Spaß und es is echt witzig dieses Gewusel dieser ganzen Business-Menschen. Nur hab ich im Moment noch so den Eindruck, als wär ich nur Zaungast ;-)

Am meisten mag ich aber den Weg nach Hause. An jeder Ecke kriegt man „thelondonpaper“ oder „londonlite“ oder irgend ne andere kostenlose Stadtzeitung in die Hand gedrückt. Die lies ich dann immer aufm Weg heim. Die wichtigsten Schlagzeilen im Moment: Britney Spears und ihre geschorenen Haare, der Streit um die Beerdigung von Ana Nicole Smith, die Aussendung von Prinz Harry in den Irak, die Morde unter Londoner Jugendbanden, und und und...

Was ich bisher lernen durfte:

$750 - the forfeit Brad Pitt owed co-star Eric Bana for hitting him in fight scenes while filming Troy.

16 - the number of “future experts” hired by Steven Spielberg to brainstorm the year 2054 for Minority Report

2 - the number of A-levels passed by Prince Harry - a D in Geography and a B for Art

163 - million cups of tea are quaffed every day in England alone

3 - only three people have ever turned down an Oscar, including Marlon Brando for The Godfather

700 - the number of different cheeses made in the UK

So dala, soviel für heute…

Och, morgen is ja Monday Moorning Meeting, da soll ich was über unsere Abteilung sagen, die spinnen ja, das mach ich nicht! Da weiger ich mich einfach! I don’t speak English ;-)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Great post, I am almost 100% in agreement with you