Montag, 26. März 2007

Das erste Mal dass...

Die vergangene Woche lässt sich wohl am besten mit diesen vier Worten vor jedem Erlebnis erklären....

Am Freitag geschah es zum ersten Mal, dass ich mit als letztes aus dem Büro gekommen bin. Nicht, dass ich Freitag abends nichts besser zu tun wüsste, aber seit ich mich selbstständig um den zweiwöchigen Flughafennewsletter kümmern muss, weiß ich was Stress wirklich heißt, denn jeder, wirklich jeder lässt sich bis Freitag nach der Mittagspause zeiht, mir mitzuteilen, was NOCH UNBEDINGT in den newsletter muss, weil es nicht zwei Wochen warten kann, bis der nächste erscheint. Na, prima! Ich weiß schon, wie ich meinen Urlaub legen werden, hehe!

Danach war ich dann das erste Mal (naja, das is gelogen, eigentlich das zweite Mal) im Kino, aber das erste Mal in der Innenstadt. Ich dachte mir: Na, sechs Pfund für ein Studententicket kann man schon lassen, billiger wird’s auch in den Suburbs nicht... Allerdings wollten die Herrschaften im Kino meinen internationalen Studentenausweis nicht gelten lassen! Sauerei, die akzeptieren nur englische... Pf, als könnten wir Festlandeuropäer uns mehr leisten, als die Insulaner! Hab ich dem netten Mann hinter der Theke auch gleich wissen lassen... Und schon war ich als Deutsche entlarvt ;-) Aber weil er es so nett fand, dass ich mir als Deutsche „The Good German“ anschauen wollte, hat er dann großzügig ein Auge zugedrückt! Nett, oder? Auch nett: Jede Kabine in der Damentoilette hatte nen eigenen Stern, wie aufm Walk of Fame (hihi, eher Walk of Shit...):

Da ich noch gut viel Zeit hatte, bevor der Film losging (eine Unart in London ist es, dass Kinofilme immer um sechs und um neun starten, wie auch die Filme zur Primetime im Fernsehen...), hab ich so ein bisschen die Gegend rum um den Piccadilly Circus und den Trafalgar Square erkundet, und war überrascht was sich in den Querstraßen und -gassen so alles antreffen ließ: Theater, Cafés, Musicals, alles da. Und dann stand ich plötzlich vor einer völlig in schwarz gekleideten Häuserfront, das Theater in dem „Equus“ aufgeführt wird. Ich weiß nicht, ob sich das bis Deutschland rumgesprochen hat, aber das ist ein Stück über einen 17-Jährigen mit gestörtem Verhältnis zu Pferden, und in der Titelrolle: Harry Potter Darsteller, Daniel Radcliffe. Und jetzt das Sensationelle: In einer Szene ist er völlig, und ich meine völlig, nackt zu sehen! Empörung in den englischen Zeitungen! Unnötig zu erwähnen, dass zig pubertäre Girlies vorm Backstageeingang drängelten, oder? Naja, auf jeden Fall werd ichs mir mit meiner Mitbewohnerin Sybille auch bald mal anschauen...

Am Samstag war ich ich dann mit Sybille und einer Kollegin von ihr samt Freunden (und ich geb gleich zu: einem sehr gut aussehenden Studienfreund von ihr) zum ersten Mal in einer schicken Ausstellung in einer Kunstgalerie. Unglaublich was die Leute bereit sind für Bilder von Banksy zu berappen. Eine Kostprobe links...
Und diese Bilder verkaufen sich dann auch zwischen 9,000 und 85,000 Pfund. Aber ich muss sagen, ich finde seine Sachen gut, und er macht auf viele politische Dinge, wer mehr über ihn wissen will, kann mal bei wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Banksy) oder auf seiner Homepage vorbeisurfen (http://www.banksy.co.uk/). Und weil die Ausstellung relativ klein war, und wir eher raus waren als gedacht, sind wir ins Pub. Um vier Uhr nachmittags. Ich war aber die einzige die sich eine Kaffee bestellt hat, der Rest hat gleich mit Bier angefangen ;-) Nach meinem Cappuccino bin ich dann aber auch auf Bier umgestiegen, und hab jetzt endlich ein englisches Bier (zum ersten Mal, dass... ähem) entdeckt, dass mir schmeckt: Bombardier. Lustig an der Sache: Ein britischer Flugzeugbauer und Kunde unserer Firma heißt genauso ;-) Das Pub war übrigens voll schön, mit Kamin und vielen Sofas und einem gut aussehendem Ingenieur neben mir ;-) Und auf dem Weg zur U-Bahn bin ich dann zum aller ersten Mal einer Berühmtheit begegnet, die ich nicht kannte, aber mein Fußballbegeisterter neuer Bekannter sehr wohl: Fredrik Ljungberg, schwedischer Fußballer, derzeit bei Arsenal London, Teamkollege von Jens Lehmann (dem wär ich lieber begegnet *g*). Also mal ehrlich, wer von euch hätte den gekannt???

Am Sonntag war dann erstmal Großeinkauf angesagt, schließlich steht ja diese Woche mein erster Besuch an (Sigi und Sonja) dicht gefolgt von meinem Osterbesuch (Sophie und Marlen). Und weil so ein schöner Tag war, bin ich noch mit meiner neuen Mitbewohnerin Wencke losgezogen und hab Lewisham (zum ersten Mal) so richtig erkundet. War total spannend, vor allem der Garten unserer übernächsten Nachbarns. Mit diesen Bildern verabschiede ich mich dann auch für diese Woche....

OHA, halt, fast hätte ich was vergessen: Meine allererste „Hitler-Geschichte“. Mir wurde ja schon vorher von vielen anderen Deutschen versichert, dass man früher oder später auf die deutsche Nazivergangenheit auf die eine oder andere Weise angesprochen wird. Mein erstes Mal, also am Sonntag:

Per Zufall waren Wencke und ich auf einen weiteren Park in Lewisham gestoßen und sind da ein bisschen rumgelaufen. Auf der anderen Seite wollten wir dann durch ein Gittertor wieder auf eine der Hauptstraßen. Allerdings war dieses Tor aus irgendeinem Grund abgeschlossen. Und als wir ganz ratlos davor rumstanden, kam ein älterer Mann auf uns zu, und meine so, naja, dann müssen wir halt drüber springen nicht?! Ja, haha, hab ich gemeint, so hoch kann ja kein Mensch springen, und dann sagt er, na dann klettern wir eben. Und ohne Schmarrn ist er dann das Tor hoch geklettert. Es sei erwähnt, dass der Gute sicher schon jenseits der 70 war und das Tor von Eisenspitzen gekrönt war, und der steigt einfach da hoch! Ich sah mich schon erste Hilfe an einem aufgespießten, schmuddeligen Senioren leisten (keine schöne Vorstellung, im übrigen!)... Die Wencke hat dann keine zwei Meter entfernt ein Stück Zaun entdeckt, dass nicht so hoch und ohne Speerspitzen war, da sind wir dann drüber geklettert. Aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund hat es auch der Alte übers Tor geschafft (Gott, war ich froh ihn nicht Mund-zu-Mund beatmen zu müssen *g*). Und weil die Briten nun mal gern schwatzen, wollte er halt wissen, woher wir kommen und was wir hier machen. Und als ich ihm dann verraten hab, dass wir Deutsche sind, legt er den Kopf schrägt nd fragt mich: „Do you know Hitler?“ Äh, ja, also ich hab dann mal geantwortet, dass ich ihn zwar nicht persönlich kannte, aber dass ich schon weiß, wen er meint. Wollte so unverfänglich bleiben, wie es geht, weil ich ja nicht wusste, in welche Richtung das gehen würde. Und mit dieser hatte ich nun wirklich nicht gerechnet: „Well yes, he was a brilliant man!“ ??? Wie bitte??? Hab ich da richtig gehört? Der Gute weiß aber schon, dass London fast in Schutt und Asche gebombt wurde von diesem brilliant man, ganz abgesehen von dem anderen Leid, dass er über die Welt gebracht hat! Meine Bestürzung war mir wohl ins Gesicht geschrieben, weil er mir dann gleich versicherte, dass ich ja viel zu jung bin, um das nachvollziehen zu können... Ja, ich hab mich dann mit einem „Well, could be a generation thing...“ versucht aus der Affäre zu ziehen, aber leider war er sehr gesprächig: Die Welt bräuchte mehr Männer wie Hitler, denn England ist ja leider voll von Polen und Schwarzen. Und die Engländer und die Deutschen, ja, die sind ja quasi ein Volk, alles Angelsachsen, die beste Rasse... Du meine Güte, ich konnte gar nicht fassen, was ich da hörte! Ich hab ihn dann einfach weiter plappern lassen, allerdings nicht ohne ihm zu versichern, dass ich da völlig anderer Meinung bin, und dass ich unter den Menschen keine Unterschiede und Abstufungen mache, worauf ich dann nur zur Antwort bekam, dass ich noch viel zu jung sei, um zu begreifen, dass die Welt zu Grunde geht, wenn alle Leute so eine Einstellung wie ich hätten! Ich konnte nur noch den Kopfschütteln, mich Umdrehen und gehen!

Naja, in diesem Sinne, her mit dem Weltuntergang!

Montag, 19. März 2007

Was mir meine Kollegen so alles per email schicken

Two catholic priests decided to go to Hawaii for a vacation. They were determined to make this a real vacation by not wearing anything that would identify them as clergymen. As soon as the plane landed, they headed for a store and bought shorts, shirts, sandals, sunglasses, etc.
Next morning, they went to the beach dressed in their "tourist" garb.They were sitting on beach chairs, enjoying a drink, the sunshine and the scenery when a "drop dead gorgeous" topless blonde in a thong bikini came walking straight towards them. They couldn't help but
stare.
As the blonde passed them, she smiled and said "Good morning, Father, Good morning, Father," nodding and addressing each of them individually, then passed on by.They were both stunned. How in the world did she know they were priests?
So, the next day, they went back to the store & bought even more outrageous outfits. These were so loud you could hear them before you even saw them.Once again, the two priests settled on the beach in their chairs to enjoy the sunshine.
After a while, the same gorgeous topless blonde, wearing a G-string, taking her sweet time, came walking towards them. Again, she nodded at each of them, said "Good morning, Father," and started to walk away. One of the priests couldn't stand it any longer and said. "Just a minute young lady." "Yes," she replied.
"We are priests and proud of it, but I have to know, how in the world did you know we are priests, dressed as we are?"

........................You're going to love her response..........................

The blonde turned around and replied:

"Father, it's me, Sister Angela."

Was mir bei meiner täglichen Recherche im Netz so unter kommt:

A BRITISH Airways passenger travelling first class has described how he woke up on a long-haul flight to find that cabin crew had placed a corpse in his row.

The body of a woman in her seventies, who died after the plane left Delhi for Heathrow, was carried by cabin staff from economy to first class, where there was more space. Her body was propped up in a seat, using pillows.
The woman’s daughter accompanied the corpse, and spent the rest of the journey wailing in grief.
Paul Trinder, who awoke to see the body at the end of his row, last week described the journey as “deeply disturbing”, and complained that the airline dismissed his concerns by telling him to “get over it”.
“It was a complete mess — they seemed to have no proper plans in place to deal with the situation,” said Trinder, 54, a businessman from Brackley, Northamptonshire.
The woman died during a nine-hour flight on a Boeing 747. Trinder was catching up on sleep when he was woken by a commotion and opened his eyes to see staff manoeuvring the body into a seat.
“I didn’t have a clue what was going on. The stewards just plonked the body down without saying a thing. I remember looking at this frail, sparrow-like woman and thinking she was very ill,” said Trinder.
“She kept slipping under the seatbelt and moving about with the motion of the plane. When I asked what was going on I was shocked to hear she was dead.”
The woman’s daughter and son-in-law arrived soon after and began grieving. Trinder said: “It was terrifying. I put my earplugs in but couldn’t get away from the fact that there was a woman wailing at the top of her voice just yards away. It was a really intense, primal sound.
“I felt helpless. Grief is a very personal thing; it’s not as if there was anything I could do or say.”
Trinder, chief executive of Capital Safety, which makes products for the building industry, holds a BA gold card and travels more than 200,000 miles a year with the airline.
He became particularly concerned about the state of the body. “When you have a decaying body on a plane at room temperature for more than five hours there are significant health and safety risks,” he said.
After the plane landed, those in first class remained on board for an hour before police and a coroner gave the all-clear.
“The police even started interviewing me as a potential witness, although I had no idea what had happened to the woman. I just kept thinking to myself: ‘I’ve paid more than £3,000 for this’,” Trinder said.
When contacted by BA about the complaint, Trinder says he was told he would not be compensated and should “get over” the incident.
BA said the dead woman was taken into first class because the rest of the plane was full.
A spokesman said: “When a customer passes away on board it is always difficult and we apologise for any distress caused.”
He said there were about 10 deaths each year out of 36m passengers.
Other carriers use different procedures. Singapore Airlines has introduced “corpse cupboards” on its Airbus 340-500 aircraft. Cabin crews use the locker if there is no empty row of seats to place a corpse.

THE TIMES

Sonntag, 18. März 2007

Eine zauberhafte Woche

Geneigte Leserschaft! ;-)

An dieser Stelle möchte ich mich ganz fest für alle eure Nachrichten bedanken, die ihr mir über blog-Kommentare, mein Gästebuch, übers StudiVZ und per email so zahlreich habt zukommen lassen. Ich gebe mein bestes, so viele wie möglich zu beantworten, aber mein Tag hat eh schon viel zu wenig Stunden ;-)
Ich hab mich sehr gefreut, dass den blog so viele Leute lesen, und das auch noch gern und mit Begeisterung! DANKE!

Mein Wochenresumé:

Nachdem ich eine echt anstrengende Arbeitswochenende hinter mir hatte - ich war die Woche auf mich selbst gestellt, weil mein „Lehrer“ im Urlaub war, hat mir mehr als einmal den Schweis in die Stirn getrieben *g* - hatte ich mich um so mehr aufs Wochenende gefreut! Am Donnerstag hab ich dann erst mal meine neue Mitbwohnerin und ihre Schwester vom Bahnhof abgeholt: Wencke und Marlene aus Bremen. Wencke macht hier ein Praktikum bei - Achtung! - Vivienne Westwood!!! Ja, ich kann verstehen, wenn ihr jetzt mit offenem Mund vorm Bildschirm sitzt, denn ich war auch mächtig beeindruckt, da kann ich mit meinem SBAC-Praktikum einpacken ;-) Auf jeden Fall sind die beiden super nett, und Lene ist, genau wie vor einem Monat Carina, mit ihrer Schwester mitgekommen, um sie beim Start im neuen Lebensabschnitt zu unterstützen. Kann ich im Übrigen nur weiterempfehlen, das ist wirklich ne gute Sache, da fällt einem Vieles gleich viel leichter.

Am Freitag wollten wir dann eigentlich ins Kino gehen und uns „The good German“ anschauen, allerdings hat uns da das Kino in unserer Nähe einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil der Film schon um 18.45h los ging... Hallo? Ich muss auch freitags bis um halb sechs arbeiten, wie soll ich das bitte schaffen? Na vielen Dank auch... Aber gut, dann haben wir mal geschaut, was die Blagdon WG so im Videoetat anzubieten hat. Ja, der Fortschritt lässt hier noch ein bißchen auf sich warten, nen DVD-Player haben wir nicht, wir finden Zelluloid cool! ;-) Wir haben uns dann für die englische Fassung von „Der Pianist“ entschieden, und der war echt super! Drei Stunden Gänsehaut pur. Ein sehr eindringlicher, fast verstörender Film. Zurecht drei Oskars, einen davon für Adrian Brody als bester Hauptdarsteller (liebe Kerstin: nein, der Seth aus O.C. hat keinen Oskar bekommen, der heißt nämlich Adam Brody, nicht Adrian Brody *g*).

Am Samstag musste ich dann auch schon so früh raus, wie sonst wenn ich arbeiten muss, denn ich hab mich zusammen mit Jens für Tagestickets für das neueste Londonder Musical „Wicked“ angestellt. Und weil ich nunmal ein vom Glück geradezu abgeknutschtes Kind bin, haben wir die besten Karten überhaupt bekommen: Erste Reihe Mitte! Jawohl! Wer ist neidisch? ;-) Die Karten würden im Vorverkauf 55Pfund kosten, ich hab nur 25Pfund dafür bezahlt, denn die erste Reihe Karten verkaufen sie jeden Tag ab 10.00Uhr für die abendliche Vorführung zum Sonderpreis. Also: das einstündige Warten im kalten Windfang hat sich sehr gelohnt, denn die Aufführung war absolute Spitze! Die 2,5 Stunden saß ich mit einem Dauergrinsen vor der Bühne, weils einfach so schön war. Und die erste Reihe war fantastisch, denn einen besseren Blick konnte man gar nicht haben. Auch nix mit Nacken ausrenken oder so, einfach prima. Und die Darsteller waren so nah, das ich manchmal den Eindruck hatte, als müsste ich nur die Hand ausstrecken und ich wäre mitten im Geschehen dabei. Fantastisch! Und weil ich euch gerne ein wenig teilhaben lassen will, hab ich ein paar Fotos zusammengewurschtelt:

Hab natürlich nicht ich gemacht, man darf da ja nicht fotografieren....

Natürlich darf auch heute die mittlerweile alltägliche "kaum-zu-glauben-was-mir-hier-alles-passiert"-Geschichte nicht fehlen: Im Zug zurück vom Musical saßen wir zuerst ganz allein im Abteil (noch bevor der Zug losgefahren ist), bis eine Gruppe Kinder, ich betone Kinder, da die niemals älter als höchstens zwölf waren, einstieg und sich auf die Plätze neben uns saßen. Da war mir schon klar, dass das die nur auf Ärger aus waren. Ich hatte den Gedanken noch gar nicht ausgedacht, da hat eine schon die Lene angepöbelt: "Do you have a cig, bitch?!" Na prima, kleine vorpubertäre Halbwüchse, sichtlich betrunken und hatten sich ausgerechnet unser Abteil ausgesucht! Das hatten wir dann erst mal ignoriert, aber die kleinen Scheisser waren hartnäckig und stellten immer wieder und wieder die gleiche Frage, bis ich sie dann angeschrien habe: "NO!" Und weil sie gar so eloquent waren, nannte sie mich gleich wieder "Bitch". Irgendwann sind sie dann doch aufgestanden und sind im Zug weiter nach hinten gegangen. Als ich dacht, gut, ignorieren hilft doch, kam plötzliche ne Ladung Müll inklusive Bierdose auf uns zu. Die beschmissen uns einfach mit Müll, die kleinen Hosenscheisser! Und da meine Hemmschwelle was nervende Kinder angeht sowieso sehr niedrig ist, bin ich sofort aufgesprungen, und hab ihnen mit großen Problemen gedroht, bin raus aus dem Zug und wollte zu den Security Männern, die da IMMER stehen, und: ausgerechnet dann natürlich nicht! Aber die Drohung hat gereicht, die hatten in der Zwischenzeit nämlich schon das Weite gesucht ;-) Böse Verena! Aber hat geklappt, hihi!

Heute waren wir Mädls dann in Camden Town unterwegs. Ich fürchte ich bin diesem Stadtteil hoffnungslos verfallen. Ehrlich: ein Shopping-paradies! Was man da alles entdecken und bestaunen kann! Und diesmal konnte ich mich nicht zurückhalten, und musste meinem Kaufdrang einfach nachgeben. Aber hey, die Sachen sind nunmal günstig und ich brauchte auch das 11. und 12. Paar Schuhe, dass ich jetzt in London da hab *g* Ach ja, und ich hab die Schupfnudeln heute gegessen, und die waren gar grässlich, da sind die von meiner Oma tausendmal besser! ;-)

Anschließend sind wir dann noch zum Trafalgar-Square gepilgert, weil es da eine riesen St.-Patricksday Party mit Umzug und Live-Konzert-Festival gab. Überhaupt gab es heut gleich doppelten Grund zu feiern, denn es ist St.Patricksday (bzw. -weekend) und auch Muttertag. Jaha, in England gehen die Uhren anders, da ist Muttertag schon im März, nicht im Mai... Warum? Ich habe keine Ahnung! Auch Wikipedia konnte mir den Grund nicht verraten, aber mir seine Geschichte erzählen, immerhin...

Es grüßt und drückt euch,

eure Verena

Sonntag, 11. März 2007

I do feel like dancing!

Ich hab die letze Woche soviel erlebt, dass es schwierig ist, das mit der gleichen Begeisterung wieder zu geben, wie ich es erlebt habe, aber ohne einen Roman zu verfassen, also ich versuch mal, mich kurz zu fassen:

Zuerst hat ich mal wieder Ärger mit meiner Fastvermieterin, denn die wollte endlich ihre 70 Pfund, die sie ja angeblich für die zwei Zimmer zahlen musste, die sie für mich und Carina „gebucht“ hatte... Die Quittungen die ich dafür bekommen hatte, könnt ihr auf dem Bild sehen. Noch jemand außer mir, der zweifelt, dass die echt sind? Bitte Hand hoch! Naja, an dem Tag wo ich dann einen Scheck für sie dabei hatte, den ich Jorge mit geben wollte, hab ich die ganze Horrorgeschichte meiner Kollegin Lucy erzählt, mit der ich Mittags in der Stadt unterwegs war. Die war dann ganz außer sich vor Wut auf die Irin, dass diese versucht hat mich da abzuzocken und hat mich gewarnt, dass sie ihr das Geld bzw den Check nicht geben würde, weil das geradezu nach Betrug stinkt... Zurück im Büro hat sie dann gleich mal meinen Chef und seine Sekräterin eingeweiht und die haben dann gleich bei meiner Vermittlungsfirma angerufen und sich beschwert, da ich nicht die erste Praktikantin bin, die mit der Irin Schwierigkeiten hatte. Ums kurz zu machen, mein Chef hat meiner Vermittlungsfirma klar gemacht, falls sie weiterhin für die Vermittlung von Studenten zuständig sein wollten, dann sollten sie es hinkriegen, dass ich das Geld nicht bezahlen muss. Daraufhin, haben die dann bei der Irin angerufen und gemeint, wenn sie weiterhin Studenten für ihre Zimmer weitervermittelt haben will, dann lässt sie mich in Ruhe und verlangt das Geld nicht von mir. Das Ende vom Lied, ich hab mir das Geld gespart! Was Bürotratsch alles bewirken kann! ;-)

Auf den ganzen Stress hin, waren wir am Freitag mit den Kollegen gleich mal weg abends. Erst in nem „Pub“ (hier heißt alles Pub was Bier ausschenkt...). War voll schön da, total nett eingerichtet. Schön rot! Das Bier war auch okay, hab mich an ein französisches gehalten: Stella Artois. Da hab ich dann gleich mal gelernt wie man richtig Bier bestellt. Nämlich: Da man in Kneipen in England ja nicht bedient wird, sondern selber an der Bar bestellt, geht immer einer der Gruppe und holt für alle was zu trinken, und bezahlt das dann auch. Wenn alle mehr oder weniger ausgetrunken hat, geht der nächste. Aha, wusst ich net und so wurd ich den ganzen Abend mit Getränken überhäuft und hab nie bezahlt, schätze ich bin dann nächstes Mal dran, mit ner Runde schmeissen... Hui, ganz schön teuer auf einmal... Naja gut. Und der Wortlaut: „Could I have a Stella, please?“ oder auch kürzer „a Stella, please“. Bestellt man so: “Could I have a glass of Stella please?” kriegt man nur ein Limoglas voll und keinen pint wie es sonst üblich ist. Danke an meine Kollegin Sarah, die mir das alles geuldsam erklärt hat. Was ich noch lernen durfte: Das Kleeblatt auf dem Guiness-Schaum heißt Shamrock, nach dem Nationalsymbol der Iren, ein dreiblättriges Kleeblatt. Das schnöde Kleeblatt an sich heißt allerdings: cloverleaf. Ein vierblättriges Kleeblatt: four leaves clover. Aha! Und weil wir schon bei der Lehrstunde sind: der Bierschaum heißt ganz einfach nur: head. Ja, da sind sie wohl ein bißchen einfallslos die Engländer. Und weil die Sarah es ganz besonders gut mit mir gemeint hat, wollte sie mir noch was ganz tolles beibringen, sagen nämlich alle jungen Leute im UK: „Cool“. Na, da musste ich sie leider enttäuschen und sagen, das wird das schon lange vor denen entdeckt hatten... ;-) Aber war echt ein superwitziger Abend. Die Frau eines Kollegen, die recht gut Deutsch spricht, wollte von mir dann wissen, was „Entsorgung“ bedeutet, weil sie das in keinem Wörterbuch findet, da hab ich ihr gleich mal LEO empfohlen, denn das kennt ja schließlich alles. Vorläufig haben wir uns dann mal auf „disposal“ geeinigt. Ja, und weil einer meiner Kollegen (der zweitjüngste nach mir) seinen 23. Geburtstag an dem Tag feierte, wollte ein Teil noch weiter in einen Club am Oxford Circus. Und weil die Verena schon ganz schön angedüdelt von ihren zwei Stellas war, hat sie sich breit schlagen lassen mit zu kommen, obwohl sie keinen blassen Schimmer hatte, wie sie von dort in der Nacht wieder heim kommt... Der gute Peter hat aber gemeint, er sorgt dafür, dass ich meinen letzten Zug um Mitternacht noch bekomme. Also sind wir dann in diesen Club. Und ich kann mit Freude verkünden, dass (zumindest dieser) sich nicht im Geringsten von den Deutschen Clubs unterschieden hat. Gleiche Einrichtung, gleiche Musik, gleiche Getränke (Becks), nur alles halt ein bißchen teurer: Garderobe: 3€. Na hey, was solls. War echt lustig, und ich lass die Bilder einfach mal für sich selbst sprechen. Und wie es sich gehört (und ich hab mich da an K7-Zeiten zurückversetzt gefühlt) hab ich rechtzeitig um halb zwölf das Etablisment verlassen um meinen Diskobus, äh, Zug zu erwischen... ;-)

von links nach rechts: 1. Bild:Peter, ich, Ross, Jorge, Lucy 2. Bild: Lucy, Jens 3. Bild: Ross, Lucy

Samstag und Sonntag war dann wieder Sightseeing angesagt. Jens (ein Mitbewohner von meinem Kollegen Jorge) und ich waren am Samstag ein bißchen am Parlament Square (seh ich zwar eh jeden Tag, aber macht ja nix!), an der Southwark Embankment und an der Towerbridge (inklusive Ausstellung und Rundgang an der oberen Fußgängerbrücke) unterwegs. Sehr interessant, wie die hydraulisch die Brücketeile der Towebridge hochhiefen konnten, wenn ein Schiff druchfahren wollte. Heut geht das ja alles automatisch bzw. elektrisch...

Ja und heute da sind wir nach Camden Town gefahren. Meine Mitbewohnerinnen hatten gemeint, das lohnt sich, das is so ein bißchen das Indie Viertel mit vielen jungen Leuten. Oh Backe! Das war der reinste Wahnsinn! Schon an der U-Bahnstation hat es nur so von jungen Leuten gewusselt, und zwar alle Sparten: Normalos, Indies, Punks, Gothics, Metall, Raver, Transen, und alles andere, für das ich keine Bezeichnung weiß ;-)

Und dann waren auch gleich schon lauter bunte und übervolle Geschäfte auf beiden Straßenseiten, in denen es alle möglichen und unmöglichen Arten von Klamotten, Taschen, Schuhen, Schmuck, Möbeln, Shishas, Wandtepppichen und sämtlichen anderen Krimskrams gab. Und auch zig Tatöwierungsstudios (allerdings frag ich mich echt, wer sich da tätowieren lässt!?!) und vor allem: Essen. In allen möglichen Variationen. Ich hab noch nie soviele Stände mit Essen aus allen möglichen Winkeln der Welt angetroffen wie dort. Wenn man dann die Straße verlässt in einen der Camden Markets, dann kommt man auf viele verwinkelte Gassen, an dem ein Stand an den anderen gereiht ist und dort alles mögliche feilgeboten wird. Indonesisch, Indisch, Marokanisch, Türkisch, Chinesisch, Sushi, und vieles mehr und unter anderem auch das:

Ich hab natürlich gleich mal nachgefragt, ob die Herrschaften auch wirklich aus Bayern sind, und das waren sie tatsächlich auch, nämlich aus Moosburg! Total nett, hab dann gleich gemeint, ich schau mal vorbei, sobald sich das erstemal Heimweh einstellt und dann dürfen sie mich mit einem Teller Schupfnudeln trösten!

Aber nicht nur das Essen, auch die Klamotten, Schuhe und Taschen sind einfach der Oberhammer! Total stylisches Zeug und da ist garantiert für jeden Geschmack was dabei! Da reiht sich ein Indie-Laden an einen Stylo-Klamottenshop, der an einen Raverschuppen, der wiederum an einen Gothik-Laden, wo sie supercoole Korsagenkleider verkaufen, der nächste Stand is dann für die Öko-fraktion mit lauter Leinenklamotten, wo einen der Verkäufer mit „God bless you“ verabschiedet. Total faszinierend, und jetzt kommt das Sahnehäubchen: die Preise: total günstig, wenn man das mit dem Rest von London vergleicht, ich würd sogar sagen, H&M- und noch billigere Preise. Also echt spitze. Ich werd mir sämltiche Privatklamotten dort kaufen sobald das erste Gehalt eingetrudelt ist, und schon mal an meine sämtlichen Besucher: so wenig wie möglich im Koffer mit rüber bringen, damit ihr so viel wie möglich wieder mit heim nehmen könnt. Allerdings sind auch die Postpreise relativ human, von daher wer heimschicken auch kein Problem ;-)

Im Übrigen hab ich mit Absicht keine Bilder von den Läden und den Marktständen gemacht, weil kein Foto dieser Welt der Atmosphäre gerecht werden könnte, deshalb: mich besuchen kommen und selbst erleben!!!

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 4. März 2007

Weird Bus Day

Warum der Titel? Weil man hier einfach die unglaublichsten Sachen erlebt! Ich erzähls euch. Also: Gestern hab ich beschlossen mit dem Bus in die Innenstadt rein zufahren, dauert zwar länger als mit dem Zug (ungefähr dreimal solange) aber man sieht schließlich mehr, nicht? Na gut. Da stand ich also an unserer Bushaltestelle und hab auf den 185 zur Victoria gewartet. Und dann kam plötzlich (wie aus dem Nichts) eine Frau, eine wirklich sehr, sehr, sehr dicke Frau auf mich zu gewatschelt, denn von Gehen konnte gar keine Rede sein und lässt sich auf die Bank neben mich plumpsen (sehr stabile Bänke, danke an den Londoner Bürgermeister!). Und dann quatscht sie in die andere Richtung von mir. Und ich denk mir noch so: na, dass is aber ein Zufall, dass sie die Frau neben sich kennt... Und dann dreht sie plötzlich den Kopf in meine Richtung (ohne mich anzuschauen) und plappert weiter. Irgendwann hab ich dann auch kapiert, dass sie wohl Selbstgespräche führt... Und dann kam zum Glück auch schon bald mein Bus. Und zu meinem Unglück wollte die Frau in den gleichen... Und aus irgendeinem inneren Instinkt heraus, hab ich beschlossen aufs obere Deck hoch zugehen, nachdem die Alte die nächstbeste Frau angepflaumt hat, sie solle gefälligst aufstehen, schließlich sehe sie ja, dass sie sich setzen müsste... Bin ich froh, dass ich rauf gegangen bin! Wir waren nämlich noch keine zwei Minuten unterwegs, da höre ich, wie Unten Tumult ausbricht, und die Alte zu schreien beginnt. Der Bus hielt schließlich an, und ich hörte den Busfahrer sagen, sie solle gefälligst aufhören, die Leute blöd anzumachen. Worauf die Dicke dann völlig ausgeflippt ist und noch lauter geschrien hat, er solle sich gefälligst um seinen eigenen fucking Scheiß kümmern, und sie, fucking nochmal, in Ruhe lassen. Unnötig zu erwähnen, dass mittlerweile sämtliche Leute im oberen Deck an die Treppe gelaufen kamen und runtergafften, was da denn los ist. Neben mir saß eine Mutter mit relativ jungen Kindern, die waren dann gleich ganz verschreckt. Und unten wurds immer heftiger. Hab dann gehört, wie die Alte mit ihrem Stock durch die Gegend geschlagen hat und (wenn ich die Leute richtig verstanden hab), zum Rumspucken angefangen hat... Hab ich schon erwähnt, wie froh ich bin, hoch gegangen zu sein??? Nach langem hin und her (und die Polizei war irgendwie auch schon zur Stelle) haben sie die Verrückte dann aus dem Bus gekriegt und sie hat auf der Straße lauthals weitergewettert. (Woraufhin sich dann die Leute oben auf die linke Seite ans Fenster verlagert haben... *g*) Huihuihui, das war mal ganz schön krass...



Nachdem ich den Tag dann mit bisschen Shoppen auf der Oxford Street verbracht hab (weiß auch nicht, welcher Teufel mich geritten hat, an einem Samstag Nachmittag dahin zu fahren. Reiner Selbstmord! Lauter Mark Terenzis auf Wiener Schnitzel-Jagd! Zu viele Touristen, da kann man eigentlich gar net wirklich Einkaufen. Dass hab ich dann nach einer Weile auch eingesehen und hab mich dann wieder auf den Weg zurück gemacht. (Das Bild zeigt im Übrigen die Statue über dem Eingang zu Selfridge's, einem Nobelkaufhaus auf der Oxford Street, in zwei Jahren feiert es schon 100jähriges...)


In Lewisham angekommen, hab ich dann den nächsten Bus zu mir nach Hause genommen. So ein Zufall, auch wieder der 185. Wollt ihr raten? Nein, nicht die Verrückte, aber mindestens genauso beängstigend: Eine Haltestelle nach mir ist ein Typ eingestiegen, der wie Espenlaub gezittert hat, und ganz panisch auf den nächsten freien Platz zugestürzt ist (vor mir...). Ich denk mir noch so, was der wohl für ein Problem hat und im nächsten Moment wurde mir die Frage auch schon beantwortet: Er zog nämlich so eine Gasdose heraus, wie man sie zum Feuerzeug aufladen benutzt und stülpt irgendso nen komischen Aufsatz drüber und beginnt daran zu nuckeln. Ein Junkie, na prima, im Bus direkt vor mir und denkt sich nix dabei, das vor aller Augen zu machen. Die Frau neben ihm sprang sofort auf, warf mir nen verschreckten Blick zu und suchte sich nen Platz ganz hinten im Bus. Na doll, die nächste Person an ihm dran war dann ich. Wurscht, dacht ich, in spätestens 5 Minuten steig ich eh aus. Aber der Bus fuhr nicht weiter. Warum nicht? Weil der Lieferlastwagen für den gegenüberliegenden McDonalds beide Fahrstreifen blockiert hatte und in aller Ruhe seine Ladung ausräumte. Na prima, und neben mir wieder ein Irrer. Nachdem dann seine Dose leer war und ich von dem Gasgeruch schon würgen musste, sprang er plötzlich auf (zu meinem Erschrecken, muss ich gestehen!) und stürmte auf die hintere Tür zu. Nachdem er sie mit dem „Stop“-Knopf nicht aufbracht und auch der Not-Tür-Knopf nicht funktionierte, ist er völlig ausgetickt und hat mit den Fäusten gegen das Fenster getrommelt. Oh Mann, zwei Verrückte an einem Tag in der gleichen Buslinie, ich hatte vielleicht ein Glück! Zum Glück war der Busfahrer ziemlich schnell zur Stelle und hat ihn hinausmanövriert.

Ja, soweit mein Weird Bus Day....



Um meine Nerven ein bißchen zu beruhigen war ich heut gleich nochmal Shoppen... Aber ich ging mal lieber kein Risiko ein und hab mich mit dem Einkaufszentrum bei uns in der Nähe zufrieden gegeben. War aber gar nicht schlecht, die haben da auch ziemlich gute Sachen, wie meine Ausbeute (der letzten zwei Tage) zeigt:



Tja, was hab ich die letzten Tage sonst so erlebt? Ich war im Kino, hab mir Music&Lyrics angeschaut, mit Hugh Grant und Drew Barrymore (der läuft ja bei uns auch schon oder?) und kam aus dem Lachen gar nimmer raus. Allerdings würde ich gerne wissen, wie die das bei der deutschen Synchronisation gemacht haben, denn in der ersten Sequenz der beiden Hauptdarsteller machen sie ein paar Witze auf Deutsch... Weiß das zufällig jemand?

Achja: Hihi, am Mittwoch war ich mit nem Arbeitskollegen, seiner deutschen Mitbewohnerin und einer Kollegin von ihr in nem „Pub“ (ne Cocktail-Bar triffts eher, hieß auch CubaLibre...). Dachte, ich treff mich mal mit ein paar Leuten, vielleicht lernt man jemanden Interessantes kennen. Nunja, nett waren die beiden auch, Kerstin aus Berlin und Johanna aus Frankfurt. Allerdings waren sie schon von Beginn an dabei, mir zu erklären, wie die Dinge hier in London funktionieren, und was man hier auf gar keinen Fall macht. Meinen ersten Fauxpas hab ich dann schon in den ersten 5 Minuten gebracht, indem ich dem Barkeeper Trinkgeld gegeben hab (tja nun, er sah halt gut aus *g*). Ich wurde dann gleich belehrt, dass man in England generell kein Trinkgeld gibt, es sei denn in dem Restaurant, in dem man bedient wird. Oh weh, ich Landei... Na gut, nachdem ich mir dann ne halbe Stunde angehört hab, was hier so die Do’s and Don’t’s sind hab ich dann mal nachgefragt, wie lange die beiden denn schon hier leben, wenn sie sich so gut auskennen!? Und was antworten die mir??? 3 Wochen! DREI WOCHEN???? Wollen die mich verarschen? Solange bin ich auch schon da! Alles klar, zwei Besserwisserinnen also, na prima. Naja, zum Glück waren die Cocktails gut und nicht so teuer, weil HappyHour. Und mein Kollege kam dann auch bald. Naja, sie haben dann noch gefragt, ob ich nicht am Samstag (also gestern) in nen total angesagten Londoner Club mitkommen will, das Tiger Tiger am Piccadilly Circus, garantiert ohne Touris... Ich sollte mich einfach via Internet auf die Gästeliste setzen lassen, damit ich nicht lange anstehen müsste... Eintrittspreis: 20 Pfund, ein Schnäppchen! Tja, als ich dann daheim war, hab ich mal in meinen Londoner Touri-Stadtführer geschaut, und was war da unter den 10 besten Clubs gestanden? Hehe, das Tiger Tiger... Unnötig zu erwähnen, dass ich nicht mitgegangen bin, oder? 20 Pfund, sind die bekloppt? Da bin ich lieber ein bißchen durch die Straßen gezogen und war Sushi essen, da hat ich mehr von!

Zum Schluss, nochmal meine Aussicht, nach der Arbeit, wenn ich auf den Bus warte:

P.S.: Falls ihr hier einen Kommentar hinterlassen wollt, würd ich mich freuen, ich hab jetzt auch die Einstellungen geändert, sodass jeder einen Kommentar hinterlassen darf, auch ohne sich anmelden zu müssen!

P.P.S.: Meine neuesten Musik-Errungenschaften:
Mika - Life in Cartoon Motion
Ray LaMantagne - Till the sun turns black
The Fray - How to save a life
The Gossip - Standing in the way of control
Norah Jones - Not too late
OST - Music & Lyrics
-> Leider kann ich noch kein Urteil abgeben, aber nächste Woche dann... ;-)