So, wo war ich, ach ja: Sightseeing in London. Ja, da gibt’s ja einiges zu sehen:
Donnerstag, 16.2.:
Das erste Ziel unserer Touri-Tour führte uns direkt in London’s Shopping Paradies: Harrods! Allerdings nicht für unseren Geldbeutel, daher blieb es nur beim Bestaunen aller möglichen und unmöglichen Konsumgüter, die sich hier in tollem Ambiente auf sechs Stockwerke verteilen. Das derzeitige Highlight: Eine Ausstellung über die Geschichte der E-Gitarre mit echt schmucken Ausstellungsstücken. Lustigerweise befand sich das Ausstellungsgelände in der Kühlrschrankabteilung ;-)
Nach einer kurzen Pause beim Starbucks gegenüber (alternative auch Carinisch: Buckstar...!) haben wir uns dann aufgemacht in Richtung National History Museum (siehe Bild) inkl. einem kurzen Abstecher an die Hyde Pack Corner, weil wir den falschen Bus genommen hatte ;-) Dort angekommen mussten wir leider erst mal feststellen, dass wir nicht ins Museum können, weil dort derzeit die London Fashion Week 2007 statt findet. Im Museum? Jawohl! Gut, das Spektakel hätte wir uns natürlich auch angeschaut, allerdings war die Schlange der Besucher am Eingang so lang, dass man deren Ende am Horizont schon gar nicht mehr erkennen konnte... Daher haben wir uns kurzer Hand entschlossen gen Notting Hill aufzubrechen. Ihr wisst schon: Hugh Grant und die bunten Türen und so ;-)
Leider war auch die Portobello Road eine kleine Enttäuschung, da da unter der Woche echt der Hund begraben ist, also haben wir es dabei belassen, die Gegend mit dem Bus zu erkunden und davon zu träumen, mal eine dieser schicken Villen hier zu besitzen... (Für den Anfang würden wir uns allerdings auch mit einem der weißen Reihenhäuser mit einer blauen oder roten Tür zufrieden geben, zut Not auch mit ner grünen...)
Freitag, 17.2.:
Für diesen Tag hatten wir uns ein echtes Ungetüm ausgesucht: den Tower of London. Trotz Studentenrabatt mussten wir noch stolze 12Pfund Eintritt zahlen und weils dann eh schon wurscht war, haben wir uns auch gleich noch einen Audio-Guide gegönnt, der uns durch das Gelände mit interessanten Kommentaren führen sollte. Im Nachhinein war das eine echt gute Investition, weil sich das Tower-Gelände auf eigene Faust vielleicht als eher langweilig entpuppt hätte. (Solche Audio-Guides hätte sie uns auch schon geben sollen, als wir in der neunten Klasse mit der Schule dort waren, dann hätt ich mich auch mehr an unseren Besuch dort erinnert...). Aber so konnten wir echt interessante Dinge entdecken und viele Fotos schießen. Das Lustigste war wohl, als in den königlichne Gemächern ein kleines Schauspiel auf uns wartete: vier gut (ver)kleidete Schauspieler boten einen kleinen Einblick in das Leben damals und haben auch die Kinder gut mit einbezogen, die an der Hand ihrer Eltern, die Gemächer erkundet hatten.
Gleich außerhalb des Tower-Geländes stieß ich dann auf folgende Örtlichkeit und hab gleich ein Bild gemacht. Wer mir sagen kann, was es sich mit diesem Ort auf sich hat, gewinnt einen Preis ;-) Der Fairness halber muss ich aber gleich schon sagen, dass das nur meine alten Klassenkameraden wissen können, sorry!
Nach gut vier Stunden im Tower haben wir dann beschlossen, mit dem Bus durch die Stadt Richtung Trafalgar Square zu gurken und uns die Sehenswürdigkeiten mal von dort aus anzusehen. Wir sind noch keine Minute gefahren, da hat mich ein englischer Arzt angesprochen, weil er meinen deutschen Reiseführer gesehen kann. Er hat uns dann zu den vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten ein bißchen was erzählt. Am besten hat mir seine Geschichte über die St. Paul’s Cathedral gefallen:
Im 2. Weltkrieg haben die Nazis die Gegend rund um die Kathedrale unter schweren Beschuss genommen. Dabei haben sie recht kleine (Tennisball groß) Bomben benutzt, sagt zumindest der Engländer!? Na, auf alle Fälle sind wohl sämtlich Gebäude rund um die Kirche zerbombt worden. Nur die St. Paul blieb heil, nicht etwa weil sie nicht getroffen worden ist. Allerdings sind die Bomben nur an ihrer großen Kuppel herab gerollt und ohne zu explodieren auf dem Dach liegen geblieben. Wagemutige Feuerwehrmänner sind dann dort hoch und haben die Bomben eingesammelt und ihn in Sandeimern weggebracht, wieder ohne dass auch nur eine explodiert wäre. Seitdem gilt St. Paul als das Wahrzeichen dafür, dass Gott den Engländern wohlgesonnen ist... Nett, oder?
Kurz bevor er ausgestiegen ist, hat mir der nette Arzt dann noch seine Telefonnummer auf einen Zettel geschrieben und gemeint, ich soll mich bei ihm melden, falls ich während meiner Zeit in London mal irgendwelche Schwierigkeiten oder Probleme haben sollte und Hilfe brauche.
Lustigerweise ist mir dann das gleich nochmal mit unserem Hotelportier passiert...
Hab ich schon erwähnt, wie hilfsbereit die Engländer sind???
Am Trafalgar Square haben wir dort noch ein wenig die Atmosphäre genossen (Nelson’s Column, National Gallery, Portrait Gallery,...) und sind dann noch gen Leicester Square geschlendert, um dort die beeindruckenden Theater und Mega-Multiplex-Multiscreen-Kinos zu bestaunen (günstigstes Ticket: 12Pfund!!!), die immer Schauplatz sämtlicher in London stattfindender Prämieren sind.
Anschließend haben wir noch in einem italienischen Restaurant zu Abend gegessen (selbstverständlich eine Kette: Bella Italia). Sehr amüsant im Übrigen, den Engländern zu lauschen, wenn sie italienische Floskeln raunen ;-)
Samstag, 18.2.:
Heute sollten sich uns noch zwei Touri-Gefährten anschließen: Die liebe Vera und ihre Kollegin, die Katharina aus Österreich.
Unsere erste Mission: die Original London Bus Tour. Das Ticket zum Schnäppchenpreis von nur 18Pfund: 48h gültig, inkl. Themse-Fahrt. Also eigentlich schon ein gutes Angebot.
Die erste Station unserer „Hop on and hop off whenever you like to“-Tour führte uns zum Parlament Square und zur Westminster Abbey. Ja, das ist das wahre Touristen-feeling! Sich mit hunderten Japanern, Chinesen, Amerikanern, Deutschen und was weiß ich noch alles am Big Ben zu tummeln... Schön! Nur leider konnten wir nicht in die Westminster Abbey, da die am Wochenende für Touris geschlossen ist. Na danke, wo ich doch unbedingt ne kleine Dan Brown Besichtigung machen wollte, weil mich doch „Sakrileg“ schon so neugierig gemacht hatte! Na, dann halt wann anders...
Ein bißchen sind wir dann noch auf dem „Sonnen“deck des Buses rumgegurkt, allerdings nimmer lange, da uns die Kälte schnell in die Knie gezwungen hatte...
Sonntag, 19.2.:
Weil wir uns ja gestern unter den Touristen-Massen schon so wohl gefühlt hatten, sind wir gleich als erstes auf Richtung Buckingham Palace. Nur leider ist der eigentlich gar nicht so furchtbar interessant, weil man da gar nicht aufs Gelände darf, geschweige denn in den Palast selbst. Die Öffentlichkeit darf diesen nur gegen einen saftigen Eintrittspreis im August besichtigen, wenn die Queen dauerhaft in Windsor oder einem ihrer anderen Sommerschlösschen residiert...
Aber gut, für ein Foto is der Buckingham Palace allemal zu haben!
Anschließend haben wir uns zur Bootsfahrt auf der Themse aufgemacht. Schon wieder soviele Deutsche, unmöglich! Naja, Zeit zum seekrank werden war zum Glück auch nicht, denn ich war die meiste Zeit damit beschäftigt ganz viele Bilder zu machen, zum Beispiel vom London Eye, dem London Aquarium, der Tower Bridge, dem Shakespeares Globe, und und und... (jetz wäre eigentlich eine gute Gelegenheit bei meiner Fotogalerie vorbei zu schauen, falls nicht schon geschehen *g*).
Anschließend gings dann mit dem Sightseeing Bus einmal die ganze Strecke entlang, immerhin sind das 3 Stunden, die man da unterwegs ist! Und wieder hat uns ein Audio-Guide interessante Dinge ins Ohr geflüstert, selbstverständlich in unserer Muttersprache, wir sind schließlich richtige Touris! War aber echt sehenswert, kann ich nur weiterempfehlen!
Am Abend hat dann noch ein ganz besonderes Ereignis auf uns gewartet: The Chinese New Year in China Town, der größten diesbezüglichen Veranstaltung außerhalb Asiens... Leider haben wir die Parade der Papierdrachen verpasst, weil die schon nachmittags war... War aber trotzdem cool, durch Chinatown zu schlendern und Mitte Februar jedem ein gutes neues Jahr zu wünschen!
So, soweit zum gemütlichen Teil, ab Montag hieß es dann: ARBEITEN!
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